Beschreibung
Barocker Schrank aus dem späten 17. oder frühen 18. Jahrhundert. Wallonien/Nordfrankreich. Massiv Eiche mit schöner Alterspatina.
Ein beeindruckendes Beispiel traditioneller Möbelkunst das ursprünglich als Wäscheschrank oder Vorratsschrank in einem wohlhabenden bürgerlichen Haushalts oder möglicherweise auch in einem Kloster diente.
In traditioneller Stollenbauweise gefertigter seitlich kassettierter Eichenholzkorpus mit horizontal in 3 Zonen gegliederter Front, bestehend aus 2 Doppeltüren und einem Mittelteil mit 3 Schubladen. Die vier Türen sind an handgeschmiedeten außenliegenden Eisenfitschen eingehängt. Ihre Rahmen sind stark profiliert und die abgeplatteten Kassettenfüllungen in den Ecken mit kunstvollen ornamentalen Reliefschnitzereien dekoriert. In der Mitte wird eine kleine Schublade flankiert von 2 größeren Schubladen. Deren Fronten sind ebenfalls profiliert und haben die originalen Eisenringgriffe montiert.
Hinter beiden Doppeltüren befindet sich je ein Regalboden mit Haken zum Feststellen des jeweils linken Türflügels. Bei geöffneten Türen, lassen sich die beiden größeren Schubladen verriegeln, indem 2 Stifte senkrecht in die dafür vorgesehenen Löcher der waagerechten Traverse eingeführt werden.
Den oberen Abschluss bildet das aufliegende Kranzgesims mit Hohlkehlprofilen und geschnitzten ornamentalen Friesen.
Die Rückwand ist in Rahmen und Füllungsbauweise gefertigt und zeigt die historischen Spuren der Bearbeitung mit dem Schrupphobel.
Maße: 204 cm hoch, 152 cm breit, 53/ 59 cm tief
Regalbodentiefe: 40 cm
Höhe der Regalfächer: 35/32 / 30/31,5 cm
Innenmaße der Schubladen: 8,5 cm hoch, 13/ 39,5 cm breit, 39 cm tief
Heute ist dieses Einzelstück nicht nur von kunsthistorischem Wert, sondern beispielsweise platziert in einer Küche oder dem Esszimmer sowohl praktisch, als auch von hohem dekorativen Wert. Ein außergewöhnliches Möbelstück zur Aufbewahrung von Gläsern, Geschirr, Tischwäsche, Weinflaschen und Spirituosen.
Guter stabiler authentischer Zustand mit leichten altersbedingten Gebrauchsspuren inkl. Verfärbungen und kleinerer Instandsetzungen. Alte Kanäle vom Holzwurm (nicht aktiv) vorhanden, insbesondere an den Stollenfüßen links (hinten). Der rechte untere Türflügel ist im Laufe der Jahrhunderte stärker abgedunkelt. Kleine Beschädigungen an der Rosette eines der 3 originalen Eisengriffe auf den Schubladen und am Kranzgesims. Die Schlösser sind nicht original und die Türen schließen mit etwas Druck.
Oberfläche vorsichtig gereinigt ohne die originale Patina zu zerstören und anschließend mit Wachs poliert.
Der Schrank lässt sich zum Transport in mehrere Teile (Seitenwände mit Stollen, Türen, Schubladen, Rückwandpaneele, waagerechte Traversen, Kranzgesims, Innenausbau) zerlegen und durch das Zusammenstecken und verdübeln der Holz-Zapfenverbindungen, ohne Schrauben, wieder zusammenbauen.



































































