Frühbarock Truhe in Eiche, um 1680

1.480,00 

Frühbarocke Truhe aus der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts. Norddeutschland/ Niederlande. Massiv in Eichenholz gefertigt mit schöner Patinaoberfläche.

Beschreibung

Frühbarocke Truhe aus der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts. Norddeutschland/ Niederlande. Massiv in Eichenholz gefertigt mit schöner Patinaoberfläche.

Auf durchgehenden Seitenwänden stehende rechteckige Flachdeckeltruhe mit durch Kassettierung, Profilierung und angesetzten Stollen streng symmetrisch gegliederter Front. Der Deckel, mit 2 aufgesetzten Kassetten gearbeitet, ist an langen handgeschmiedeten Fitschenbändern aus Eisen am Truhenkorpus angeschlagen. Die verlängerten Seitenwände enden in ausgeschnittenen Sockelabschlüssen.

Innen hat die Truhe glatte Wände und die klassische „Beilade“ auf der rechten Schmalseite.

Ein besonderes qualitätvolles Detail ist die, als rechte Kassette getarnte, kleine Schublade auf der Vorderseite. Sie ist ebenso massiv wie der Rest des Möbels mit Holzdübeln und Schwalbenschwanzverbindungen gearbeitet, und lässt sich mithilfe eines Holzstiftes in der Beilade verriegeln. Zieht man den Schubkasten vollständig aus dem Korpus, verdeckt der herausnehmbare Boden ein darunterliegendes Geheimfach.

Das originale Schlossblech vervollständigt die Truhenfront.

Schloss und Schlüssel fehlen.

Maße

Höhe: 79 cm,

Breite: 142 cm,

Tiefe: 54 cm,

Höhe bei geöffneter Klappe: 128 cm,

Innenmaße: 45 cm hoch, 112 cm breit, 47,5 cm tief

Innenmaße der Schublade: 15 cm hoch, 14 cm breit, 45,5 cm tief

 

Truhen, wie diese, wurden traditionell auch als Aussteuertruhen verwendet. Mit ihnen wurde die Aussteuer bzw. die Mitgift der Braut in den neu gegründeten Haushalt, z.B. in Form von Geschirr und Heimtextilien, gebracht. Ein Hinweis darauf ist auch das extra Fach im Inneren, genannt „Beilade“, zur separaten Unterbringung von Wertgegenständen. Ähnlich wie bei (Aussteuer-/ Hochzeits-) Schränken war ihr Platz ursprünglich zumeist in der Küche oder der Kammer (Schlafzimmer) des Hauses.

Heute eignet sie sich beispielsweise ideal für Dielen- und Eingangsbereiche zum praktischen Verstauen und als Sitzgelegenheit.

 

 

Ein authentisches Möbel in wohnfertig aufbereitetem Zustand mit leichten altersbedingten Gebrauchsspuren. Die Oberfläche wurde innen und außen vorsichtig gereinigt, sowie die Außenseite anschließend mit Wachs poliert. Ein Halter zum Aufstellen des Deckels und ein Holzstift zum Verriegeln der Schublade wurden neu ergänzt. Der Holzknopf auf der Schublade ist eine spätere Ergänzung. Schloss und Schlüssel fehlen.